Rheingau Gourmet Festival - 20 Jahre kulinarische Oper. Top-Highlight: Weltraritätendinner

Es gibt Momente im Leben, da läuft einem schon beim Lesen sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammen. So geht es mir regelmässig, wenn ich den Katalog des Rheingau Gourmet Festival durchblättere. Immer wieder frage ich mich erstaunt, wie es Hausherr und Festival-Chef Hans B. Ullrich nur schafft, Jahr für Jahr ein solches Ensemble an internationalen Stars aus der weitläufigen Wein- und Gourmetwelt in sein Hattenheimer Kronenschlösschen zu locken.

Seit 20 Jahren treffen sich hier Spitzenköche und Spitzenwinzer von Weltruf, um rund zwei Wochen lang ihr grosses Können zu zeigen. Da kommen delikate Speisen wie Kunstwerke auf den Teller, um mit erlesenen Weinen von Weltruf zur Vollendung gebracht zu werden. Jede einzelne Veranstaltung ist ein Genuss-Erlebnis.

Schon die Welcome-Party in der einzigartigen Atmosphäre von Kloster Eberbach ist ein Highlight: 10 Spitzenköche, die meisten mit ein oder – wie im Falle von Tim Raue und US-Koch Cal Stamenov – mit zwei Michelin-Sternen dekoriert, und 30 Spitzenwinzer überwiegend aus dem Rheingau eröffneten jetzt die 20. Ausgabe der wohl in dieser Form weltweit einzigartigen Genuss-Parade.

 

http://weinwisser.org/rheingau-gourmet-festival-20-jahre-kulinarische-oper/

 

Wein als Investment: Interview mit Graf Stephan von Neipperg - International Bankers Forum

Flüssige Rendite im Niedrigzinsumfeld: Luxus-Weine als Wert-Anlage?

Während Mario Draghi mit seiner Niedrigzinspolitik und Liquiditätsschwemme Anleger  und Sparer zur Verzweiflung bringt, rücken zunehmend „exotischere Investmentalternativen“ in den Fokus. Auf der Jagd nach Rendite ist eine davon die Investition in Luxusgüter wie Wein.  Hier gibt es sogar einen Blue-Chip-Index, der die 100 international wertvollsten und gesuchtesten Weine umfasst. Einen Dow Jones für Wein? Ja, so könnte man es sagen. Die London International Vintners Exchange (=Liv-Ex) ist eine Handelsplattform für „fine wine“. Über 70% davon sind edle Bordeaux-Weine. Mindestens 95 Robert-Parker-Punkte muss ein Wein im Index haben. Der Rest verteilt sich auf das Burgund, die Champagne, die Rhône-Gegend und einige Weine aus Italien.

Quelle: International Bankers Forum

Rheingau Gourmet Festival: Ein Feuerwerk der Superlative

Eltville-Hattenheim. Es ist kurz vor 19 Uhr, an einem Freitagabend. Hinter der romantischen Fassade des Kronenschlösschens versammeln sich immer mehr aufgeregte Weingeniesser und Gourmets. Gäste aus ganz Deutschland sind angereist. Kein Wunder. Eine der hochwertigsten Verkostungen des ohnehin edlen Rheingau Gourmet Festivals erwartet sie: Ein exklusives Weltraritätendinner aus Jahrhundertjahrgängen. Flüssige Juwelen sozusagen.

Die Stimmung im Saal vibriert vor Spannung und Vorfreude.

 

Mehr als 20 Weine im geschätzten Wert eines gehobenen Sportwagens spendieren an diesem glanzvollen Abend Gaumenfreuden. Die Flaschenetiketten lesen sich wie das Who-is-Who der Weinwelt: Dom Pérignon, Château Haut-Brion, Château La Mission Haut-Brion, Château Margaux, Château Montrose, Domaine La Romanée-Conti und Penfolds Grange. Auch die Heimat kommt auf den Tisch: Raritäten aus dem berühmten Schatzkeller des Kloster Eberbach. Zurück bis 1935, versteht sich. Es hätte auch 1914 oder 1904 sein können. Schier unerschöpflich scheint das Staatsweingut auf historische Kreszenzen zugreifen zu können (Die spannendsten Weine haben wir für Sie weiter unten beschrieben). 

"Wie Phönix aus der Asche"

Mit italiensicherer Leidenschaft und deutscher Akribie gründete der Unternehmer Anton F. Börner unweit von Rom ein Vorzeige-Weingut. Vor rund 10 Jahren verwirklichte er mit seiner Familie in den Albaner Bergen seine Vision eines Weingutes. Schon mit dem ersten vermarkteten Jahrgang sorgt er mit spannenden Weinen für Furore. Weinwisser-Autor Giuseppe Lauria sprach mit dem Gründer über das besondere Terroir seiner Weinberge, die Erfahrung als Deutscher mit der Bürokratie Italiens und einen „familiären Sündenfall“, ohne den Ômina Romana vermutlich nie entstanden wäre. 

weinwisser.org/wie-phoenix-aus-der-asche-interview-mit-anton-f-boerner-von-omina-romana/  

Quelle: WeinWisser August 2015

 

 

 

Siziliens autochthone Renaissance - back to the roots

In kaum einer anderen Weinregion Italiens hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten so viel getan wie auf der größten Mittelmeerinsel.

Lange galten die Inselweine als die Antwort Italiens auf die Neue Welt. Doch nach dem Boom mit internationalen Rebsorten, besinnen sich Siziliens Weinmacher zunehmend auf die einheimischen Sorten und streben nach mehr Finesse und Authentizität – vor allem am Ätna und im Südosten der Insel.

Siziliens Weinwelt gleicht einem Weinkontinent

Sizilien ist nicht nur eine faszinierend schöne Insel. Mit Blick auf den Wein gleicht sie einem Weinkontinent. Denn so vielfältig wie die Landschaften und kulturellen Einflüsse der Insel, so facettenreich zeigen sich auch die Weine. Vom schneebedeckten Ätna im Nordosten bis hin zum Brutofen im Süden der Insel mit subtropischem Klima wachsen auf unterschiedlichen Böden und Kleinklimazonen spannende Weine, die den kontrastreichen landschaftlichen Spannungsbogen widerspiegeln

Wein des Monats: "Höllisch gut" - Weingut Künstler, 97er Auslese trocken Hochheimer Hölle

Es gibt nur wenige Weingüter in Deutschland, die sich auf die Herstellung bestens heranreifender Rieslinge verstehen. Zweifellos gehört das Weingut Künstler aus Hochheim dazu. In einer beeindruckenden Vertikale zurück bis 1989 stach unter anderem dieser Wein heraus, den ich im WeinWisser zum Wein des Monats gemacht habe. Diese exklusive Probe fand im Berliner Restaurants "Les Solistes" (Waldorf Astoria) 2013 statt. Wer einen solchen Wein im Keller hat, darf sich glücklich schätzen. 19/20 Punkten

Teil 2: Vertikalverkostung 1911 - 2002 (Seiten 7 und 8)

Kiedricher Gräfenberg: grosse Rieslinge aus (fast) 100 Jahren

Dass der Kiedricher Gräfenberg heute zu den renommiertesten Lagen

Deutschlands gehört, dürfte weithin bekannt sein. Weniger bekannt ist dagegen,

dass Weine aus dem «Mons Rhingravi», dem Berg des Rheingrafen,

bereits im 19. Jahrhundert Berühmtheit erlangten. In jener Zeit standen

deutsche Weine gleichrangig neben den berühmtesten und teuersten Weinen

der Welt. Ein Gräfenberg-Riesling aus dem Jahr 1893 machte das

Weingut Weil auf einen Schlag bekannt.

2014 fand ein ähnliches Vertikal-Tasting auf dem Weingut Robert Weil statt: Von 1921 bis 2013. 

Impressionen dieses historischen Tastings über fast ein Jahrhundert hinweg: 

 

«Château» Robert Weil: Symbiose aus Tradition und Moderne

Es gibt nicht viele Weingüter in Deutschland, die eine Art Château-

Charakter für sich beanspruchen können. Am ehesten trifft dies auf das

Kiedricher Weingut Robert Weil zu. Denn hier wird ein Markendenken gepflegt,

wie man es von den noblen Gütern im Südwesten Frankreichs kennt. Die

jüngst getätigte Investition in ein ultramodernes dreigeschossiges Kelterhaus

unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch, der hier seit Generationen

gepflegt wird.

 

 

 

Masseto - der Kult-Merlot in vier Verkostungs-Akte

Masseto-Vertikale – Italiens berühmtester Merlot in 14 Jahrgängen

Zwischen den sanften Hügeln der Toskana und dem Tyrrhenischen Meer wachsen in dem einstigen Sumpfgebiet der Maremma Weine, die zu den prominentesten Italiens gehören. Dazu gehört der berühmte Masseto – als reinsortiger Merlot. Er gilt als Italiens Antwort auf den legendären Petrùs.

Passenderweise lud das Weingut Tenuta dell’Ornellaia auf der weltgrößten Weinmesse Vinexpo in Bordeaux ausgewählte internationale Journalisten zu einer einmaligen Vertikale von 14 Jahrgängen des Edel-Merlots ein. Eine spannende Reise von den Pionierzeiten des Maremma-Rausches zur modernen Gegenwart.

Mythos Scharzhofberg - die große Vertikale

Deutschlands berühmtester Weinberg, fünf Spitzenwinzer und ihre Weine: ein Gipfeltreffen der besonderen Art. Dem Berg eilt der Ruf voraus, Deutschlands prestigeträchtigste Grand Cru-Lage zu sein.

Wenn an der Saar der Kampf um Reife an der Grenze des Möglichen geführt wird, und noch vor wenigen Jahrzehnten nicht selten verloren wurde, so trifft dies besonders auf die steilen Hänge des majestätisch thronenden Bergs östlich von Wiltingen zu. In einer der kühlsten Weinanbau-Gegenden Deutschlands herrschen im rauen Grenzklima zwischen Hunsrück und Eifel weinbauliche Bedingungen, die Rebstock und Winzern viel abverlangen.

Der nach Süden ausgerichtete steile Hang mit seinen Devonschieferböden zeichnet ein besonderes Mikroklima aus: der Berg profitiert von seiner südlichen Exposition und der bis auf 300 Meter gehenden Höhe, den tiefgründigen Böden sowie vom hohen, stark verwitterten Schieferanteil, der die Wärme der Sonne speichert, um sie nachts an die Reben wieder abzugeben. Kalte Hunsrückwinde peitschen durch den windoffenen Kanal in das Seitental des Scharzhofbergs und sorgen - neben einer guten Belüftung - für Abkühlung und extreme Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.


Artikel

"Sangiovese.pur – Chianti Rùfina"

 

Chianti Rùfina – Sangiovese.pur aus Toskanas rauem Norden

 

Das kleine Anbaugebiet östlich von Florenz ist die am höchsten gelegene Chianti-Appellation mit ausgezeichneten klimatischen Bedingungen. An den Ausläufern des Apennins ist es deutlich kühler als im restlichen Chianti-Gebiet. Dort wachsen ausdrucksstarke, charaktervolle und vor allem langlebige Sangiovese-Weine mit lebendiger Säure und frischer Frucht, wie sie oft nur in kühlen Bergregionen mit großen Temperaturunterschieden entstehen.

 

Artikel Teil 1

Artikel Teil 2

Vier Jahrzehnte flüssige Juwelen - Grange & Co

Penfolds' phänomenaler Grange ist nicht nur der berühmteste und einer der teuersten Rotweine der «Neuen Welt», sondern auch einer, der erwiesenermassen am längsten reifen kann. Davon konnte sich Giuseppe Lauria überzeugen. Und davon,dass der Grange nicht alleine altern muss. Mit in der Regel multiregionalen Blends spotten die Australier zwar dem lokalpatriotischen europäischen Terroir-Begriff...
Artikel

Quelle: wein.pur 06/2008 www.weinpur.at

Grosse Gewächse

Alljährlich läd der Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) für Ende August Journalisten und Weinhändler aus aller Herren Länder in den Kollonadensaal des Wiesbadener Kurhauses ein. Die mit Spannung erwarteten Weine aus ERSTEN LAGEN, den "besten Weinbergen Deutschlands", können endlich verkostet und bewertet werden. Sie sollen die Spitze des jeweiligen Weingutssortiment darstellen.
 
Ab 1. September dürfen diese Weine offiziell verkauft werden. Da ist es wichtig zu wissen, welche Weingüter besonders gute Weine gemacht haben und wie gut der Jahrgang insgesamt zu beurteilen ist.

Artikel

Quelle: Weinwisser 10/08 www.weinwisser.com

Große Gewächse 2007:

Um es vorweg zu nehmen: Der Jahrgang 2007 wird in Gänze als „ausgezeichnet“ in die Geschichte eingehen und in der gut gefülllten Spitze gab es so viel Herausragendes wie selten zuvor zu verkosten. Darunter gab es auch viele gute, aber teilweise auch sehr rassige, säurelastige und auch schwache Weine zu verkosten, die dem hohen Anspruch "Großes Gewächs" nicht immer entsprachen. Entscheidend war aufgrund der außergewöhnlich langen Vegetationsperiode der Lesezeitpunkt. Wer das Geschenk der Natur annahm und die Trauben voll ausreifen ließ, konnte spektakuläre Weine keltern. Wer dagegen zu früh gelesen hat, hat sich viel Säure eingefahren und größeres Potenzial verschenkt.

Stimmen aus Reihen der Verkoster:

Artikel PDF
Artikel: VDP

Artikel: Pfalz

Selection Rheinhessen

Klasse statt Masse

 

Artikel für die Wein.pur

Download

Quelle: Weinwisser 12/07 www.weinwisser.com

Große Gewächse 2006:

Ein schwieriger Jahrgang, der den Winzern aufgrund galoppierender Fäulnis viel abverlangt hat. Extreme Auslese und damit sehr niedrige Erträge retteten vielerorts die Top-Qualitäten. In der Spitze gab es einige herausragende Weine und auch im Mittelbau war mit Blick auf die ungünstigen klimatischen Bedingungen insbesondere zur Lesezeit erstaunlich viel Gutes zu finden. Ein Jahrgang zwischen Himmel und Hölle, der am Ende sogar etwas besser ausgefallen ist als von vielen befürchtet.

Artikel PDF